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Interdisziplinäres Zentrum für Sport- und Bewegungsmedizin (IZSB), Inselspital
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HINTERGRÜNDE

Informationen über Brustkrebs
Brustkrebs ist die meist verbreitete Krebsart unter Frauen weltweit. In der Schweiz treten jährlich etwa 6000 Neuerkrankungen auf. Dank fortschrittlicher Vorsorgeuntersuchungen sowie einer Verbesserung der Therapiemöglichkeiten können heute über 80% der Krebserkrankungen geheilt werden. Trotz der deutlich höheren Überlebensraten wurde jedoch festgestellt, dass die neuen Behandlungsmöglichkeiten negative Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System haben können, was unter dem Begriff «Kardiotoxizität» zusammengefasst werden kann. Weitere, ausführlichere Informationen zum Thema Brustkrebs finden Sie hier (pdf,  956 KB).

Kardiotoxizität

Unter Kardiotoxizität werden die schädlichen Nebenwirkungen einer Bestrahlung (Radiotherapie) oder medikamentösen Therapie (Chemotherapie) auf das Herz- und Gefässsystem verstanden (z.B. Bluthochdruck, Gefässveränderungen, Funktionsstörung des Herzmuskels, Entwicklung einer Herzschwäche und/oder Herzrhythmusstörung). Je nach Therapie können diese Nebenwirkungen umkehrbar sein, d.h. das Herzkreislaufsystem kann sich vollständig erholen. In der Behandlung von Brustkrebs kommen aber häufig Medikamente zum Einsatz (Anthrazykline), die in seltenen Fällen zu einer dauerhaften Schädigung des Herzmuskels und einer Herzschwäche führen können. Weiterhin zeigen Langzeitstudien, dass Brustkrebs-patientinnen 10 Jahre nach dem Ereignis ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt haben.

 

SPORT UND BEWEGUNG BEI BRUSTKREBS

Ausreichende tägliche körperliche Aktivität, Teilnahme an speziellen Bewegungsprogrammen oder Freizeitsport während und nach einer Chemotherapie können die Nebenwirkungen vermindern, die körperliche Fitness verbessern und die Krebsmüdigkeit reduzieren. Es gibt Hinweise von Tierstudien, dass körperliches Training ausserdem die schädlichen Nebenwirkungen der Chemotherapie auf die Herz-Gefässfunktion eindämmen kann. Da viele Patientinnen nach der Diagnose Brustkrebs verunsichert sind, ob und wie viel Sport und Bewegung sie machen dürfen, bietet sich die Teilnahme an ambulanten Bewegungsprogrammen an. Viele Krebspatientinnen profitieren bereits heute von speziellen Angeboten, die häufig direkt am Spital angeboten werden.
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